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SCHÜLERPATENSCHAFTEN in TIN AKOFF

Die Chancen einer schulischen Ausbildung im Saheldepartement Tin Akoff sind annähernd katastrophal. Dies gilt aufgrund der gesellschaftlichen Umstände besonders für die weibliche Jugend. Vgl. den Beitrag unter Schule und die Studien von Benoit Kiendrebeogo auf den Internetseiten von ABIS.

Die angestrebten Schülerpatenschaften könnten an zwei Stellen ansetzen und die Aussichten einzelner leistungsstarker und -williger Schülerinnen und Schüler auf Emanzipation durch Bildung befördern:

Der Besuch der örtlichen Grundschule bis zum Abschlusszertifikat scheitert häufig am Unvermögen der Familien, Mittel für Schulgebühren und Lernmittel sowie, bei Kindern aus entfernteren Siedlungen, für die Unterbringung am Schulort auf Dauer aufzubringen. Kinder sind Arbeitskräfte, für die zu Hause dringender Bedarf entstehen kann; Mädchen werden verheiratet, wenn sich eine "gute Partie" anbietet und die Familie dadurch wirtschaftlich entlastet wird.

Die Unterstützung durch eine Patenschaft mit dem Ziel des Grundschulabschlusses und der Perspektive einer weiterführenden Förderung bei entsprechender Leistung könnte hier mit zunächst relativ geringem finanziellen Aufwand helfen.

Der Besuch einer Sekundarschule - hier am ehesten in Markoye oder Gorom Gorom - ist in der Regel wirtschaftlich nicht zu verwirklichen, es sei denn, dass dortige Verwandte Unterkunft bieten und der Familienverband so gut situiert ist, dass Schulgeld, Material und Kleidung auf Dauer bezahlbar sind. Letzteres ist in der Region Tin Akoff jedoch kaum der Fall.

Hauptziel der Patenschaft wäre es, durch ein Stipendium (evtl. ergänzt durch Sachbeihilfen) ganz oder im notwendigen Ausmaß die Kosten des auswärtigen Schulbesuchs inklusive Verpflegung und Logis im Jahresabstand zu übernehmen.

Oliver Becker hat in diesem Jahr elf mögliche Bewerberinnen und Bewerber um eine Patenschaft namhaft gemacht. Sie werden in der nach folgenden Liste zusammen mit ihrem Foto und einem Gutachten der Schulleitung in Tin Akoff vorgestellt. Es sind Schülerinnen und Schüler, die zur Abschlussprüfung zugelassen wurden bzw. diese inzwischen bestanden haben dürften. Alle Elf haben den Wunsch, das College in Markoye oder Gorom Gorom zu besuchen, werden dies aber ohne finanzielle Hilfe nicht bewerkstelligen können.
Hierzu auch : Rapport sur la situation de l'ecole, Tin Akoff, o.D. (2004)

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